Inhalt

Andrang beim Infoabend 'Kindliches Sehen'

Ein Bericht über den Infoabend vom 19.01.2005, zum Thema: 'Kindliches Sehen'

Auf großes Interesse stieß die von der Augenärztlichen Gemeinschaftspraxis im Augenzentrum Recklinghausen organisierte Informationsveranstaltung zum Thema "Kindliches Sehen" am 19. Januar 2005.
58 Kinderärzte, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten waren der Einladung zu der, von der Ärztekammer Westfalen-Lippe im Rahmen des Fortbildungszertifikates anerkannten Fortbildungsveranstaltung, gefolgt.
Im Mittelpunkt der von Herrn Heiner Pause, Facharzt für Kinderaugenheilkunde, und Frau Annika Sigleur, Orthoptistin, geleiteten Veranstaltung stand die Entwicklung des Kindlichen Sehens sowie die Aufgabengebiete der Orthoptistin in der Sehschule. Auf die Fragen "Wie entwickelt sich das kindliche Sehen?" und "Was stört die normale Sehentwicklung?" wurde während der Veranstaltung das Hauptaugenmerk gerichtet.
Kinder müssen erst Sehen lernen. Dieses "Sehen lernen" beginnt von Geburt an. Die Sehschärfe muss sich entwickeln. Das beidäugige Sehen ist ein komplizierter Prozess. Nur wenn die Augen organisch gesund sind, kann eine optimale Entwicklung des Sehvermögens stattfinden.
Trotz Vorsorgeuntersuchungen gibt es immer wieder Kinder, deren Erkrankungen und Funktionsminderungen der Augen nicht auffallen und deshalb erst zu spät erkannt werden. Um diesen Problemen intensiver zu begegnen, richtete sich die Informationsveranstaltung an Kinderärzte, Physiotherapeuten und Ergotherapeuten.
Heiner Pause gab einen ausführlichen Überblick über die Besonderheiten des kindlichen Sehens und dessen Entwicklung und ging intensiv auf Fragen ein.
In der Sehschule der Augenärztlichen Gemeinschaftspraxis arbeitet die Orthoptistin Frau Annika Sigleur. Sie berichtete über die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten der SehschuIe. Aufgabe der Orthoptistin ist es bei der Prävention, der Diagnose und der Behandlung von Schielerkrankungen, Sehschwächen und des Augenzitterns sowie deren Folgen mitzuwirken. In Zusammenarbeit mit den Ärzten untersucht und behandelt sie also Bewegungsstörungen der Augen (Schielen mit und ohne Doppelbilder), Augenzittern, Sehschwächen und alle damit zusammenhängenden Krankheiten.
Je früher das Schielen und die Sehschwäche entdeckt und behandelt werden, umso erfolgreicher können Dauerschäden vermieden werden.
Im weiteren Verlauf wurden auch die Fragen beantwortet, ob der Augenarzt bei AD(H)S (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) und LRS (Lese- Rechtschreibschwäche)helfen kann und wie der Augenarzt zum Thema "Winkelfehlsichtigkeit" steht?
Der Ausklang der Veranstaltung fand in kommunikativer Runde statt. Bestehende Fragen konnten beantwortet und Erfahrungen ausgetauscht werden.