AURELIOS AUGENZENTRUM
Bei der feuchten AMD kommt es zur Bildung krankhafter Blutgefäße unter dem Zentrum der Netzhaut. Dies führt zu einer Verschlechterung der zentralen Sehschärfe, Verzerrtsehen und einem zunehmend größer werdenden Fleck im Zentrum des Gesichtsfeldes. Mitunter kann diese Verschlechterung innerhalb sehr kurzer Zeit eintreten. Nach einer eingehenden augenärztlichen Untersuchung und der Durchführung einer digitalen Fluoreszeinangiografie (Darstellung der Blutgefäße am Aughintergrund) sollte möglichst schnell eine Therapieentscheidung getroffen werden, denn eine fortschreitende Schädigung der Netzhautmitte (Macula) ist meist irreversibel.
Folgende Behandlungen werden im Augenzentrum Recklinghausen bei feuchter AMD angeboten








Hierbei erfolgt über die pars plana eine Medikamenteninjektion in den Glaskörperraum.
Ziel ist es einen spezifischen Botenstoff, Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF), zu hemmen. VEGF spielt bei der Entstehung und dem Wachstum der krankhaften Blutgefäße unter der Macula bei der feuchten AMD eine entscheidende Rolle. Auch wird hierdurch nicht nur das Gefäßwachstum gehemmt, sondern auch eine Verringerung der durch die neugebildeten Blutgefäße bedingten Flüssigkeitsansammlung (Maculaödem, seröse Netzhautabhebung, Pigmentepithelabhebung) erreicht. Es sind in der Regel zunächst 3 wiederholte Injektionen alle 4 Wochen erforderlich. In Anschluss wird eine Fluoreszenzangiographie durchgeführt, um den Erfolg der Behandlung zu überprüfen und über die weitere Behandlung zu entscheiden. Dieser Zyklus kann je nach Bedarf wiederholt werden.
Diese Therapie wurde entwickelt für Patienten, bei denen sich die krankhafte Blutgefäßneubildung direkt unter dem Zentrum der Macula befindet. In großen Studien konnte die Wirksamkeit bei bestimmten Formen der feuchten AMD bewiesen werden.
Bei der Photodynamischen Therapie wird ein lichtempfindliches Medikament (Visudyne®) in die Ellenbeugenvene infundiert. Dieses Medikament lagert sich besonders an den Gefäßwänden erkrankter Blutgefäße an. Anschließend wird die Macula mit einem "kalten" Laser bestrahlt. Die darüberliegende Netzhaut wird hierbei nicht zerstört. Wenn der "kalte" Laser die krankhaften Blutgefäße mit dem lichtempfindlichen Medikament trifft, wird dieser in einen aktiven Wirkstoff umgewandelt. Die nachfolgende chemische Reaktion führt zu einer Thrombosierung (Verschluss) der erkrankten Blutgefäße.
Leider besteht nach erfolgreicher PDT ein relativ großes Risiko für eine Wiedereröffnung der erkrankten Blutgefäße. In diesen Fällen muss die PDT erneut durchgeführt werden bis die krankhaften Blutgefäßneubildungen thrombosiert verbleiben. Im Durchschnitt muss die PDT im ersten Jahr 3mal durchgeführt werden.






Maculadegeneration führt zu Sehverschlechterung und Zerstörung der Macula. Diese Veränderungen sind meist irreversibel. Da bei allen bisher bekannten Behandlungsmöglichkeiten bei feuchter AMD die Macula immer über dem Areal der krankhaften Blutgefäßneubildungen verbleibt ist eine Heilung nicht möglich. Bei der Maculatranslokation (oder auch Macularotation) wird die Macula von dem Areal der krankhaften Blutgefäßneubildung auf eine gesündere Unterlage bewegt.
Das Augenzentrum Recklinghausen gehört zu wenigen Zentren weltweit, die diese neue Behandlung für Altersbedingte Maculadegeneration anbieten. Die Maculatranslokation basiert auf einer von Steinhorst und Machemer (USA) entwickelten OP Technik. Diese Methode hat bereits vielen Patienten, denen keine andere Therapie helfen konnte, die zentrale Sehschärfe erhalten oder gar verbessert.
Diese Behandlung ist sinnvoll für Patienten, die
Auch nach erfolgloser Photodynamischer Therapie (PDT) kann gelegentlich noch eine Maculatranslokation sinnvoll sein.
Hierbei wird ein Laser zur Verödung der krankhaften Blutgefäßneubildungen unter der Netzhaut bei feuchter AMD benutzt. Leider wird dabei das darüberliegende Netzhautareal auch zerstört. Deshalb entsteht nach der Lasertherapie ein dauerhafter Fleck im Gesichtsfeld des Patienten.
Die Argonlasertherapie wird nur benutzt, wenn die krankhafte Blutgefäßneubildung nicht direkt unter dem Zentrum der Macula entstanden ist. Die Wirksamkeit dieser Behandlung konnte in einer großen Studie bereits Mitte der 80er Jahre nachgewiesen werden.
Bei ca. 50% der mit Argonlaserkoagulation behandelten Patienten entstehen später erneut krankhafte Blutgefäßneubildungen (Rezidiv).


Ein Informationsvideo inklusive Audioerläuterungen ist als Animation verfügbar.






Weitere Informationen finden Sie unter http://www.maculatranslokation.de